best free site maker

WILLKOMMEN!

Die gemeinwohlbilanzierenden Unternehmen Osttirols heißen Sie herzlich willkommen! Hier erhalten Sie eine Übersicht des Leader-Projektes "NACHHALTIG WIRTSCHAFTEN UND GEMEINWOHL" (Osttiroler Unternehmen kooperieren zur Steigerung des Gemeinwohls)
Die teilnehmenden Firmen stellen sich mit ihren Visionen für die Zukunft und den Zielen des Projektes vor.

Die GEMEINWOHL
ÖKONOMIE

Was ist sie und was will damit erreicht werden?

"Gemeinwohl-Ökonomie" bezeichnet ein Wirtschaftssystem, das auf gemeinwohl-fördernden Werten aufgebaut ist.

Sie ist ein Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene. 

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ...

... auf wirtschaftlicher Ebene eine lebbare, konkret umsetzbare Alternative für Unternehmen verschiedener Größen und Rechtsformen.

Der Zweck des Wirtschaftens und die Bewertung von Unternehmenserfolg werden anhand gemeinwohl-orientierter Werte definiert.

Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung werden in Bezug zu den Berührungsgruppen eines Unternehmens verfolgt und bewertet.

... auf politischer Ebene ein Motor für rechtliche Veränderung. Ziel des Engagements ist ein gutes Leben für alle Lebewesen und den Planeten, unterstützt durch ein gemeinwohl-orientiertes Wirtschaftssystem.
Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung sind dabei die zentralen Werte.
... auf gesellschaftlicher Ebene eine Initiative der Bewusstseinsbildung für Systemwandel, die auf dem gemeinsamen, wertschätzenden Tun möglichst vieler Menschen beruht.
Die Bewegung gibt Hoffnung und Mut und sucht die Vernetzung mit anderen Initiativen.

Sie versteht sich als ergebnisoffener, partizipativer, lokal wachsender Prozess mit globaler Ausstrahlung - symbolisch dargestellt durch die Löwenzahn-Sämchen im Logo.


Wir sehen als Bezirksgruppe der Gemeinwohl-Ökonomie Tirol dabei viel Übereinstimmung mit den Strategien und Zielen des Regionsmanagement Osttirol >> Link RMO

Presseinformation

Donnerstag, 15. November 2018 in Dölsach

Sie bildeten mit Unterstützung durch den RMO eine branchenübergreifende Gruppe und lernten gemeinsam das Instrument der Gemeinwohl-Bilanz kennen. Für Schindel und Holz, Green Print Osttirol, sun.e-solutions und Weltladen Lienz ist es bereits das zweite Mal. Neu dabei sind die Regionalenergie Osttirol, Atelier Marianna, s’Gwandtl, Leben ist Bewegung, Fohlenhof Astner und LIOT Kunststofftechnik.


Heute stellen sich und ihre Erfahrungen mit der Gemeinwohl-Bilanzierung und der damit verbundenen Auditierung die beiden Letztgenannten vor. Ihre ersten Bilanzen nach der neuen Matrix 5.0 liegen druckfrisch vor. Es sind damit nicht nur die ersten in Osttirol, sondern überhaupt in Tirol.

Es folgen ihnen allerdings bald eine ganze Reihe nach. Außer den anderen acht aus dem LEADER-Projekt, weitere sechs im Bezirk Imst, die ebenfalls bereits mit Audit abgeschlossen haben. Neue Gruppen sind gerade in den Regionen Kufstein, Kitzbüheler Alpen und Innsbruck im Entstehen.


„Regionalität und ökologisches Bewusstsein hat seinen festen Platz in unserer Firmenphilosophie“, bekräftigte der kaufmännische Geschäftsführer der Fa. LIOT,  Michael Eder,  mit Verweis auf die Mitgliedschaft im Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie Tirol. Und Andreas Eder als technischer Leiter bedankte sich mit „unser Erfolg ist eine Summe der Erfolge unserer MitarbeiterInnen, Kunden und Lieferanten.“


Das Osttiroler Projekt wurde von Martin Innerhofer mit einer Diplomarbeit an der Geographie der Universität Innsbruck begleitet, über die er selbst heute berichtet.


Zusammenfassend stellt er fest, dass die Gemeinwohl-Bilanz in Bezug auf nachhaltige Regionalentwicklung wichtige Wirkungsfelder hat. Diese lassen sich anhand eines Prozesses des Wandels darstellen. In der aktuellen Phase dieses Prozesses identifizieren sich Unternehmen sehr stark mit den GWÖ-Werten und verfolgen die Motive einer Pionier-Wirkung.


In diesem Zusammenhang ist ihnen die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe von besonderem Interesse. Dies wirkt sich besonders im Einkaufsverhalten aus.

WIR TRAUERN UM JOSEF KOLLNIG

Am 11.04.2018 ist unser Freund und Wegbegleiter Josef Kollnig verstorben.

Sepp Kollnig war ein - wenn nicht DER - Pionier der "GEMEINWOHLÖKONOMIE OSTTIROL".

Am 15. April 2015 wurde die Bezirksgruppe Lienz gegründet - Kollnig hatte sich vorher bereits mehrere Jahre mit der Gemeinwohl-Ökonomie beschäftigt und glaubte daran, dass für Osttirol nicht nur die Idee an sich, sondern insbesondere der Gedanke der Vernetzung von Betrieben und die Kooperation hilfreich sein könnten.

Die Bestrebungen, sich regional zu vernetzen um durch Zusammenarbeit einen Mehrwert für alle zu schaffen - getreu nach dem Gemeinwohl-Ökonomie Grundsätzen: "regional, ökonomisch und gerecht" waren bis zuletzt sein Antrieb, sich für die gute Sache einzusetzen. Leider konnte Kollnig an den laufenden Bilanzierungsarbeiten nicht mehr teilhaben.

In tiefer Betroffenheit und im Namen aller bilanzierenden Betriebe:
"Lieber Sepp, du wirst uns fehlen!"

Den Verwandten und Hinterbliebenen gilt unser aufrichtiges Beileid!

Der Auferstehungsgottesdienst findet am 18.04.2018 um 17.00 Uhr in der Kirche zum Heiligen Geist in Debant statt.

PARTNERBETRIEBE

Folgende Unternehmen sind gemeinwohlbilanzierende Betriebe in Osttirol 2018
Fohlenhof Astner

Fohlenhof Astner

Lebensmittel vom Bauernhof
>> ZUM PROFIL
s Gwandtl

s'Gwandtl

sozialökonomischer Betrieb
>> ZUM PROFIL
Atelier Marianna

Atelier Marianna

Braut- und Trachtenschneiderei
>> ZUM PROFIL
Weltladen Lienz

Weltladen

Fairer Handel
>> ZUM PROFIL
Regionalenergie Osttirol

Regionalenergie Osttirol

Hackschnitzel Heizwerke
>> ZUM PROFIL
Schindel und Holz

Schindel und Holz

Sozialökonomische Betriebe
>> ZUM PROFIL
Green Print Osttirol

Green Print Osttirol e. U.

Digitaldruckerei
>> ZUM PROFIL
LIOT Kunststofftechnik

LIOT Kunststofftechnik 

Trinkwassersysteme - Anlagenbau
>> ZUM PROFIL
sun e-solution

sun.e-solution GmbH

Sonnenenergiesysteme
>> ZUM PROFIL
Leben ist Bewegung

Leben ist Bewegung

Schule für Bewegungskunst

Häufige Fragen

Unternehmen streben nach Gewinnmaximierung und verdrängen sich so lange gegenseitig vom Markt, bis nur mehr wenige große Konzerne übrig sind. Diese haben dann alle Macht gegenüber KonsumentInnen und Staaten und diktieren das globale Geschehen. Umwelt- und Sozialstandards kommen dabei unter die Räder des Profitstrebens.


Mit „Mehr Wachstum“ könnte der Profit gerechter aufgeteilt werden. Nur ist „mehr Wachstum“ auf einem endlichen Planeten nicht möglich. Kapitalismus und Kommunismus sind gescheitert. Jetzt sind neue Ideen gefragt – wie z.B. die Gemeinwohl-Ökonomie.

Die Gemeinwohl-Ökonomie orientiert sich am eigentlichen Zweck des Wirtschaftens – der Erfüllung unserer menschlichen Bedürfnisse. Dabei geht es vor allem um gelingende Beziehungen: Sie sind die Voraussetzung, um glücklich zu sein – sie sind Voraussetzung für das Gemeinwohl.

Das Geld ist hingegen nur ein Mittel des Wirtschaftens: Die Wirtschaftsleistung, in Geld gemessen, sagt nichts darüber aus, ob das Gemeinwohl steigt oder sinkt. Um zu messen, ob der Zweck erfüllt wird, sind andere Messgrößen gefragt.
Unternehmen können ihren Beitrag zum Gemeinwohl anhand des Gelingens ihrer Beziehungen zu LieferantInnen, GeldgeberInnen, MitarbeiterInnen, KundInnen und dem gesellschaftlichen Umfeld bewerten – in Hinblick auf Werte wie Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung. Sie sollen – analog zur Finanz-Bilanz – eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen, in der die Größe des Gemeinwohl-Beitrags in Punkten bewertet wird.

Anhand der Gemeinwohl-Bilanz können KonsumentInnen erkennen, wie viel einzelne Unternehmen zum Gemeinwohl beitragen – und können beim Einkauf darauf achten.

Zudem können Unternehmen, die viel fürs Gemeinwohl tun, durch geringere Steuern, einen leichteren Zugang zu Förderungen oder Krediten oder durch Bevorzugung im öffentlichen Einkauf weitere Marktvorteile erhalten. Dadurch werden ihre Produkte nicht nur attraktiver, sondern auch günstiger.


Plötzlich sind nachhaltige, faire, demokratische und kooperative Unternehmen im Vorteil. Regionale Wirtschafts­kreisläufe kommen in Schwung. Es entstehen menschenwürdige Arbeitsplätze und hochwertige Produkte und Dienstleistungen, während Umweltschäden und soziale Probleme zurückgehen. 

Im Rahmen von Fairhandelsabkommen erkennen Länder ihre Gemeinwohl-Bilanzen gegenseitig an. Gemeinwohl-schädigende Produkte und Dienstleistungen werden mit Zöllen versehen oder überhaupt an der Einfuhr gehindert.

Über 300 Unternehmen in Europa und ganz Amerika haben bereits Gemeinwohl-Bilanzen erstellt – und es werden immer mehr. Überall gründen sich regionale Gruppen, die vor Ort Bewusstsein schaffen und auf die Politik einwirken. Erste Gemeinwohl-Gemeinden und -regionen enstehen, und durch die Vernetzung mit anderen Initiativen wächst eine immer stärkere internationale Bewegung heran.